Knöpfe © nito - Fotolia.com
Rund 8.000 Museen gibt es in der Bundesrepublik – kein Wunder also, dass es darunter auch sehr skurille Sammlungen gibt. Was aber nicht heißen soll, dass diese keinen Besuch wert sind – ganz im Gegenteil sind manche Kuriositäten sehr sehenswert. Wussten sie etwa, dass es Museen für Nistkasten, Bratwürste oder Folterinstrumente gibt? Oder ein Knopfmuseum?
Das präsentiert sich hoch modern mit Multimedia im oberschwäbischen Warthausen. Das “Internationale Museum der Knöpfe“, wie sich das Museum offiziell nennt, hat es sogar schon ins Guinessbuch der Rekorde geschafft – dank dem gößten Knopf der Welt. Der ist aus Beton und hat einen beachtlichen Durchmesser von fünf Metern. Ob der Knopf jemals von einem Menschen getragen wurde, ist unbekannt – vielleicht zu Zeiten, als es noch Drachen und Riesen gab.
Nicht viele Menschen wissen um die besondere Rolle des Knopfes in der Entwicklung der Menschen: Schon aus der Bronzezeit sind Knöpfe bekannt. Damit zählen sie zu den ältesten Accessoires der Menschheit überhaupt. Allerdings standen zunächst ästhetische und nicht wie heute pragmatische Züge im Mittelpunkt: Inder etwa verwendeten spezielle Knöpfe für besondere Anlässe und Feiertage. In Warthausen gibt es daher auch einen indischen Hochzeitsknopf oder Knöpfe aus Elfenbein aus dem viktorianischen Zeitalter.
Das überraschend moderne Museum bildet umfassend und informativ die Fülle der Knöpfe ab: Ob praktisch oder schön, exotisch oder klassisch, kostbar oder billig – beinahe jede Art von Knopf lässt sich hier bestaunen. Knöpfe aus Nuss, Horn, Gold, Silber, Bronze, Perlmutt, Holz oder Plastik – alles ist in Oberschwaben zu finden. In einer kleinen Werkstatt kann man dabei zuschauen, wie Glasknöpfe einst per Hand hergestellt wurden, bevor Maschinen diese Aufgabe übernahmen. Dass auch Knöpfe ein wichtiges Stück Kulturgeschichte sind, das erfährt man eindrücklich im “Internationalen Museum der Knöpfe”.











